Spaghetti Amatriciana
Dinner | Italian

Egal, ob du allein wohnst, dir einen Abend für dich gönnst oder nach einer langen Schicht schnell etwas Warmes brauchst – das hier ist ein Pasta-Rezept für eine Person. Ich habe das Rezept geschrieben und das Video gedreht, weil ich so viele Anfragen für mehr Rezepte für eine Person bekommen habe. Die meisten Rezepte sind ja für zwei, vier oder mehr Leute.
Spaghetti Amatriciana ist eine schnelle, einfache und richtig leckere Pasta, die du dir ganz für dich allein kochen kannst. Es sind Spaghetti mit einer Sauce, die rund um Guanciale aufgebaut ist.
Den Guanciale lässt du langsam aus, bis das Fett glänzt und das Fleisch anfängt knusprig zu werden. Dann machen wir die Tomatensauce in derselben Pfanne mit Knoblauch, Chilli und Weißwein. Dieses Rezept ergibt genug Sauce für zwei Portionen. Koch jetzt die Pasta für eine Portion und heb den Rest im Kühlschrank oder Gefrierfach für später in der Woche auf.
Guanciale: Den bekommst du an der Frischetheke im Supermarkt, im Feinkostladen oder beim Italiener um die Ecke. Er hält sich im Kühlschrank richtig lange, also kauf ruhig ein größeres Stück und verwende es für verschiedene Pastagerichte. Wenn du keinen Guanciale bekommst, kannst du Pancetta oder einen rauchigen Speck nehmen.
Ganze Dosentomaten: Bei den meisten Marken sind sie qualitativ besser als fertig zerkleinerte, mit weniger zugesetzter Flüssigkeit und mehr konzentriertem Tomatenaroma. Wenn du sie beim Kochen selbst zerdrückst, hast du die Textur der Sauce selbst in der Hand. Zerdrück sie beim Köcheln grob mit einem Holzlöffel, wenn die Sauce etwas Biss haben soll, oder zerkleinere sie ganz für eine glattere Sauce. Tomaten nach Art der San Marzano sind ideal, falls du welche findest.
Pecorino Romano: Ein würziger, gereifter Hartkäse aus Schafsmilch mit scharfem, salzigem Geschmack. Er ist das traditionelle Finish für römische Pastagerichte. Er hat mehr Biss als Parmesan und eine andere Salzigkeit, die besser zur Fülle des Guanciale passt. Zur Not kannst du Parmesan nehmen. Das Gericht wird dann etwas milder, ist aber trotzdem toll. Reib ihn fein, damit er gleichmäßig in der Pasta schmilzt und nicht klumpt.
Ingredients
- 1 EL Olivenöl
- 75g Guanciale, gewürfelt
- 1 Prise Chiliflocken
- 2 Knoblauchzehen, zerdrückt
- 50ml trockener Weißwein
- 400g Dose ganze Tomaten
- Meersalz und Pfeffer zum Abschmecken
- 150g Spaghetti
- 30g Pecorino, gerieben
Directions
- Das Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen.
- Den Guanciale 6-8 Minuten unter Rühren braten, bis das Fett ausgelassen ist und er anfängt, braun zu werden.
- Chiliflocken und Knoblauch einrühren, eine weitere Minute braten, dann den Wein dazugeben und die Pfanne ablöschen. Dabei die Röststoffe mit einem Holzlöffel vom Boden lösen.
- Die Tomaten dazugeben und aufkochen lassen. Unter gelegentlichem Rühren und Zerdrücken der Tomaten 5-6 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce leicht eingedickt ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Die Hälfte der Sauce für später beiseitestellen. Entweder im Kühlschrank oder eingefroren in einem kleinen luftdichten Behälter aufbewahren.
- Die Spaghetti in einem großen Topf mit kochendem Salzwasser nach Packungsanleitung kochen.
- Die Pasta zusammen mit ¼ Tasse (60ml) vom Kochwasser in die Pfanne geben und in der Sauce schwenken, bis sie gut überzogen ist.
- Die Hälfte vom Käse einrühren, dann mit dem restlichen Käse bestreut servieren.
Recipe notes
Tipps vom Chef
Guanciale langsam bei niedriger Hitze auslassen
Fang bei mittlerer Hitze an, nicht bei hoher. Das Fett braucht 6 bis 8 Minuten, um aus dem Guanciale auszutreten, bevor das Fleisch Farbe annimmt. Bei zu viel Hitze wird die Außenseite knusprig, bevor das Fett im Inneren ausgelassen ist, und du bekommst zähe, gummiartige Stücke. Das Fett soll durchsichtig sein und das Fleisch an den Rändern gerade anfangen, goldbraun zu werden. Das ausgelassene Fett in der Pfanne ist die Geschmacksbasis für die ganze Sauce.
Nutz das Nudelwasser
Heb dir vor dem Abgießen mindestens ½ Tasse vom Nudelwasser auf. Die Stärke darin sorgt dafür, dass die Sauce an den Spaghetti haftet und sie schön umhüllt. Gib eine Viertel Tasse dazu, wenn du die Pasta in die Saucenpfanne gibst, und schwenk alles bei mittlerer Hitze kräftig durch, damit die Sauce schön bindet und nicht getrennt auf der Pasta liegt. Wenn die Sauce zu dick wird, gib esslöffelweise noch etwas Wasser dazu. Dieser Schritt macht den Unterschied zwischen Pasta mit Sauce obendrauf und Pasta, die richtig in der Sauce gewendet wurde.
Aufbewahrung
Die Sauce (ohne Pasta) hält sich im Kühlschrank bis zu 4 Tage oder im Gefrierfach bis zu 3 Monate. Dieses Rezept ergibt absichtlich genug Sauce für 2 Portionen. Füll die zweite Portion gleich nach dem Kochen in einen luftdichten Behälter. Zum Aufwärmen erhitzt du die Sauce in einer Pfanne, gibst frisch gekochte Pasta mit einem Schuss Nudelwasser dazu, schwenkst alles durch und gibst zum Schluss Pecorino darüber. Bewahr gekochte Pasta nicht in der Sauce auf, denn sie saugt die Flüssigkeit auf und wird matschig.